licht im schatten

 

Es ist abend. Ich sitze alleine in meiner wohnung. Hatte vor ins kino zu gehen, doch hab kein geld (rede ich mir ein) und darf nicht (bilde ich mir ein). Diese geld frage macht mich im übrigen wahnsinnig. Schon wieder hatte ich einen dieser anfälle wo ich das gefühl habe am ende meiner existenz zu stehen, weil nicht genügend geld vorhanden ist. Dabei hab ich doch mein gespartes! Nein, das darf ich unter keinen umständen verwenden, sagt irgendwas in mir. Schlechtes gewissen. Außerdem brauche ich das geld für diese schönheits-op, die ich machen muss sonst werde ich hässlich und bin gescheitert. So bilde ich mir das alles ein. Warum kann ich nicht relaxed auf die sache blicken, ja ich habe im moment noch genug geld, und wenn ich keins mehr hab hab ich trotzdem genug zu essen und mein geld am sparbuch. So sollte ich das sehen! Nicht im ständigen (über-)lebenskampf stecken und sich an den rande der eigenen existenz drängen. Klar, hätte ich gerne mehr geld. Ich könnte ein schöneres leben führen, mehr dinge unternehmen, mein leben richtig genießen. Doch kann ich das nicht so auch? Ich habe so viele ungelesene bücher, so viele ungesehene dvd´s, so viele cd´s, meine malerei (doch die kostet auch geld) meine schreiberei meine gitarre meine freunde. Und bald eine neue und billigere wohnung. Ja, mein leben ist nicht schlecht. Ich sehe es nur nicht. Ich sehe nur das dunkle und alte und böse und schlechte. Schwierig ist es alleine zu leben. Zum glück habe ich eltern die mich finanziell unterstützen. Mir könnte es viel schlechter gehen. Mir wird es viel besser gehen. Wenn ich erst mit ihr arbeiten kann, dann verdien ich auf einmal 300 dollars, und davon kann ich es mir richtig gut gehen lassen, oder auch sparen. Jawohl so geht es! Irgendwann werde ich auch meinen nebenjob haben und geld verdienen, das ich alles ausgeben oder sparen kann. Und denk nur mal an meine bilder und bücher, wenn da was draus wird bin ich sowiso im 7ten himmel.

Ja, meine zukunft sieht nicht schlecht aus. Ich muss mich zwar auch mit meinen gefühlen und meiner vergangenheit auseinandersetzen, doch dazu habe ich die therapien, meine malerei und schreibere und musik, meine kunst, und bald auch den schamanismus. Das wird toll! Ja, mir geht es doch gut. Ich muss es nur erkennen. Mich selbst erkennen und nicht verleugnen. Es geht voran. Wenn ich denke wo ich vor einem jahr stand, oder vor einem halben, und wo ich jetzt stehe, kann ich echt stolz auf mich sein. So und jetzt werde ich in einem meiner vernachlässigten bücher weiterlesen, oder in einem ungelesenen, und dann eine neue dvd schaun. Das wird ein toller abend mit mir!

8.8.10 20:52

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